Liechtenstein Languages an Deutschlehrertagung in Wien vertreten

Der LieLa-Stand an der Internationalen Deutschlehrertagung in Wien.

Der Verein “Liechtenstein Languages”, kurz LieLa, vertrat Liechtenstein an der hochkarätig besetzten
«Internationalen Deutschlehrertagung» in Wien. Dabei wurde das im Fürstentum entwickelte Konzept vom internationalen Publikum sehr wohlwollend aufgenommen. Die Internationale Deutschlehrertagung fand vom 15. bis 20. August an der Universität Wien unter dem Motto «mit.sprache.teil.haben» statt. Dieser etwas sperrige Titel drückt zusammengefasst aus, worum es beim Erlernen einer Fremdsprache geht: Nur wer beispielsweise in Liechtenstein auch Deutsch spricht, kann sich im Alltag integrieren. Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen haben weniger
Chancen in der Schule, Erwachsene statistisch gesehen schlechter bezahlte Jobs. Ausserdem ermöglicht Sprache die Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben. Mit der Zunahme
von Migration – sei es gewollte Migration durch Arbeit und Ausbildung oder aber ungewollte Migration durch Flucht – hat der Fremdsprachenunterricht massiv an Bedeutung gewonnen. Deshalb hat es sich LieLa zur Aufgabe gemacht, Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Menschen zu helfen, sich möglichst schnell eine neue Sprache anzueignen.

Positive Resonanz
Im Auftrag der Regierung vertrat LieLa Liechtenstein an der Internationalen Deutschlehrertagung, die alle drei Jahre organisiert wird. Die Konferenz war eine einmalige Gelegenheit, die Arbeit von LieLa über 2500 interessierten Lehrerinnen Lehrern aus aller Welt zu zeigen und sich mit ihnen über Fortschritte im Sprachunterricht auszutauschen. Das internationale Echo übertraf dabei alle Erwartungen, die neuen Methoden von LieLa fanden Anerkennung und Bewunderung. So wurde den Gästen aufgezeigt, dass hinter den vielfältigen, meist spielerischen Aktivitäten von LieLa eine wohl überlegte Methodik steckt. So gingen im Rahmen der Tagung beim liechtensteinischen Verein unzählige Kooperationswünsche ein. 

 

Bildungsministerin zu Besuch 
Zusätzlich zur Ausstellung, zu Vorträgen und Workshops gab es ein vielfältiges Rahmenprogramm. Stadtführungen, Museumsbesuche, Lesungen, Filme, Konzerte bis hin zu Kursen im Walzertanzen wurden angeboten. Liechtenstein lud am Mittwoch zu einer Führung durch die Kunstsammlung im fürstlichen Stadtpalais mit anschliessendem Apéro ein. Die Begrüssung der Gäste durch Aussen- und Bildungsministerin Dominique Hasler war für das Publikum eine Überraschung. Dominique Hasler nutzte die Gelegenheit, um die Bedeutung des Sprachunterrichts im Schulwesen, besonders aber auch in der humanitären Hilfe, darzustellen. Dabei erklärte sie anhand der Praxis, wo LieLa eingesetzt wird: Zum Beispiel bei aus Syrien geflohenen Frauen in der Türkei, wo sie mit Unterstützung aus Liechtenstein Türkisch lernen. Auch dieses Engagement Liechtensteins wurde vom internationalen Publikum sehr gewürdigt.