Methode

Die Methode «Liechtenstein Languages» wurde in den 1980 entwickelt.

Dabei stehen die Stärken und die Potenziale der Lernenden, unterschiedliche Lernstile sowie die Schaffung einer positiven Lernatmosphäre im Zentrum.

Visuelle, auditive und kinästhetische Wahrnehmungs- und Lerntypen werden berücksichtigt, indem mehrere Sinne ins Lehren und Lernen mit einbezogen werden.

Der Unterricht ist spielerisch, abwechslungsreich und sprechfördernd. Es wird darauf geachtet, dass möglichst viele Lernende gleichzeitig aktiv sind. Die Aktivitäten sind so aufeinander abgestimmt und rhythmisiert, dass die Unterrichtseinheiten leicht mehrere Stunden dauern können.

Auch die animierende Rolle der Lehrperson und die motivierende Lernatmosphäre erleichtert den Abbau von Lernbarrieren und fördert das Ausschöpfen des Lernpotenzials.

Suggestopädie

Die Suggestopädie wurde von Georgi Lozanov in Bulgarien entwickelt und seit den 60er Jahren insbesondere beim Erlernen von Fremdsprachen angewandt.

Es handelt sich dabei um eine ganzheitliche Unterrichtsmethode, in der möglichst viele Sinne angesprochen werden und das Lernen in Spielen, Gruppensituationen sowie in entspanntem Zustand integriert wird. Dies soll einerseits die Lerneffizienz steigern und andererseits den Leistungsdruck vermindern.

Außerdem erhalten die Teilnehmenden eine neue Identität, was ihnen helfen soll, bisherige negative Lernerfahrungen zurückzulassen. Es wird auch ein besonderes Augenmerk auf die Raumausstattung und ein positives Lernumfeld gelegt. Die Teilnehmenden werden persönlich begrüßt und verabschiedet, es werden Späße eingebracht oder es wird etwas Überraschendes gesagt; es werden Situationen übertrieben vorgestellt und es wird nur indirekt korrigiert, damit sich niemand schlecht fühlt, wenn er einen Fehler macht.

Der Lehrende nimmt eine Schlüsselrolle ein, denn der Erfolg hängt stark von seinen Fähigkeiten ab, eine Atmosphäre herzustellen, in der sich jeder wohl und angesprochen fühlt.

Sind optimale Lernbedingungen geschaffen, wird der neue Lernstoff zuerst aufgenommen und erst im Nachhinein analysiert. Dies geschieht, indem eine Situation durch den Lehrer in einem ersten sogenannten aktiven Konzert anhand von Dialogen mit Musik im Hintergrund vorgestellt wird. Anschließend werden Schlüsselwörter oder Satzeinheiten „dekodiert“ und durch Spiele, Rätsel, Wettkämpfe etc. aktiviert. Anhand eines passiven Konzertes oder des entspannten Zuhörens kann sich das Gelernte setzen.

Der Rhythmus der Aktivitäten wird dabei so ausgewählt, dass die Energie der Teilnehmenden während des ganzen Unterrichts möglichst hoch bleibt. Tätigkeiten am Boden vermindern Hemmungen, und weil auch kinästhetische Lernübungen eingebaut sind, Musik im Hintergrund eingesetzt wird und das Umfeld motivierend ist, wird das Langzeitgedächtnis von vornherein angesprochen.

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Brain Gym

Das „Brain Gym“ wurde 1987 von Paul und Gail Dennison gegründet. Es handelt sich dabei um eine gemeinnützige Organisation, die Übungen fördert, welche beim Lernen helfen sollen. Die Aktivitäten werden auch zur Entspannung eingesetzt. Insbesondere fließen Erkenntnisse aus der von ihnen entwickelten Studienrichtung, der „Educational Kinesiology“, ein, in der Paul und Gail Dennison das Lernen anhand von Bewegung definierten.

Vier der „Brain Gym“ Übungen werden standardmäßig als sogenannte „PACE“ durchgeführt. Das Acronym steht für „positive, active, clear“ sowie „energetic“, wobei das „P“ mit den „Hook-ups“, das „A“ mit den „Cross Crawls“ (Aktivierung beider Gehirnhälften), das „C“ mit den „Brain Buttons“ (Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit) und das „E“ mit dem Wasser trinken in Verbindung gebracht werden.

Neurolinguistisches Programmieren (NLP)

Das neurolinguistische Programmieren (NLP) wurde von John Grinder und Richard Bandler in den 70er Jahren ins Leben gerufen. Die Urheber behaupten, dass eine Verbindung zwischen neurologischen (neuro) Prozessen, der Sprache (linguistisch) und Verhaltensmustern besteht, die durch Erfahrungen (Programmieren) erlernt wurden, und dass diese verändert werden können, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, d. h. dass die Ressourcen, die wir benötigen, um erfolgreich zu sein, in uns sind.

Es wird ein Bewusstsein dafür geschaffen, wie mit anderen effektiv kommuniziert wird und worauf geachtet werden kann, damit eine Botschaft wirkungsvoll verstanden wird.

Die Methode wird oft zur persönlichen Weiterentwicklung angewandt. Insbesondere wird die Einflussnahme über die Sprache so eingesetzt, dass eine lockere Unterrichtsatmosphäre und eine positive Feedbackkultur vorherrschen. Dies ermöglicht ein beschwingtes und unterbewusstes Lernen.

Anstelle eines problemorientierten Denkens wird ein lösungsorientiertes angepeilt und eingesetzt.

Total Physical Response (TPR)

Die „Total Physical Response“ (TPR) beschreibt eine von Dr. James Asher in den 60er Jahren entwickelte ganzheitliche Sprachlehrmethode. Sie geht von der Annahme aus, dass sich das Erlernen einer Fremdsprache an demjenigen der Muttersprache im Kindesalter orientiert.

Kleinkinder reagieren auf sprachliche Befehle mit Körperbewegungen und verinnerlichen so die Struktur der Sprache. Durch das Zuhören sowie das darauffolgende Ausführen des Gesagten wird schnell die Bedeutung von kurzen Sätzen verstanden und gelernt. Die Grammatik wird nicht explizit gelehrt, aber der Lernende macht sie sich indirekt über den Sprachinput zu eigen.

Mindmapping

Der Begriff wurde von Tony Buzan („Das Mind-Map-Buch“, 1997) geprägt, da er diese Art der Darstellungsweise bekannt machte und vereinheitlichte. Sie wurde jedoch schon zuvor angewandt.

Im Mindmap werden Zusammenhänge graphisch auf einer Seite präsentiert, so dass ein Überblick entsteht. Dazu werden ein leeres Blatt Papier im Querformat und farbige Stifte benötigt.

Es ist besonders für Kinästheten von großem Nutzen, denn sie verspüren im Allgemeinen das Bedürfnis, sich zuerst ein Bild z. B. von einem Lernstoff anzueignen, bevor sie sich mit den Details beschäftigen. Es ist aber für alle Lerntypen von Gewinn, denn durch das Erstellen eines Mindmaps wird das Langzeitgedächtnis angesprochen.

Nonviolent Communication (NVC)

Die „Nonviolent Communication“ entstand in den 60er Jahren durch Marshall Rosenberg. Sie konzentriert sich einerseits auf das Einfühlungsvermögen, das wir uns sowie anderen entgegenbringen, und andererseits darauf, wie wir uns wahrhaft anderen mitteilen, so dass sie uns gegenüber Mitgefühl entwickeln. Zugrunde liegt die Annahme, dass alle Menschen an sich ein Mitgefühl mitbringen und anderen nur Schaden zufügen, wenn sie keine besseren Strategien haben, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Gewohnheiten im Denken und Sprechen, die zur Gewaltanwendung führen, werden meist durch die Kultur erlernt, in der wir aufwachsen. In der NVC-Theorie wird angenommen, dass menschliches Verhalten seinen Ursprung in dem Versuch hat, universale menschliche Bedürfnisse abzudecken, und dass diese Bedürfnisse an sich nie in einem Konflikt stehen. Der Streit entsteht, wenn die Art und Weise, wie sie abgedeckt werden, nicht harmoniert. Wenn jedoch die eigenen Bedürfnisse und diejenigen anderer sowie die damit verbundenen Gefühle identifiziert werden können, dann kann eine Übereinstimmung gefunden werden, die zu einer friedlichen Lösung führt.